Reflexionen in der Spiegelung meines Auges…

24 November 2009 - Hinterlasse eine Antwort

… oder ich betrachte mich selbst.

Gut gut, ich bin repetitiv. das ist mein Resümee als ich Bilanz ziehen wollte zwischen diesem und letzten Jahr. Gott, nein ich bin nicht einmal wiederholend, das Ganze grenzt schon mehr an eine bipolare Störung. Ich durchlebe meine Hoch- und Tiefphasen, allerdings nicht so wie jeder normale Mensch dies im Verlaufe seines Lebens auch tut, nein – seit meinem 11ten Lebensjahr ist es bei mir ein permanentes Persönlichkeitswechseln. Ein Auf und Ab nach „Laune“. Vielleicht bin ich nicht facettenreich, vielleicht habe ich nicht einmal Ansatzweise multiple Aspekte meiner Persönlichkeit, vielleicht bin ich einfach nur krank. Mein Selbstbewusstsein sinkt und steigt wie die Sonne an jedem Tag, meine Einstellung zum Leben pendelt zwischen alles egal zu einem Grund zu leben zurück zu alles egal. Sturm und Drang wechselt mit Monotonie, Alkoholmissbrauch wechselt mit Nüchternheit. Meine Frage an mich selbst ist: Wer bin ich, wo bin ich und vorallem wie bin ich? Das Ganze könnte man tatsächlich als Leben und Lernen abstempeln wäre da nicht diese Struktur zu erkennen. Ja mir ist eine Art System hinter meinem Verhalten aufgefallen das von verschiedensten Faktoren, unter anderem auch metrologischen, beeinflußt wird aber hauptsälich ein relativ instabiles Muster aufzeigt, dass sich immer wieder wiederholt. Phase 1 würde ich als die Vorfreude definieren, ich bin gut gelaunt, umgänglich und habe Ziele. Phase 2 wäre dann der Sturm, mir gehört die Welt, es ist meine Welt, „verpiss dich von meiner Welt“, ich bin mit mir selbst überzufrieden und bin ungut zu meinen Mitmenschen. Ich lebe das Leben in vollen Zügen mit einem Gefühl der Athanasie das schlimmer ist als jeder Drogenrausch. Ich verfolge meine Ziele und erreiche sie auch sofern das während dieser Phase möglich ist. Phase 3 ist die kurze Phase in der die Sturmphase rapide abklingt, vergleichbar mit der Vorfreude. Gefolgt von Phase 4, welche ich um metaphorisch richtig zu bleiben als „Verwüstung“ bezeichne, nichts ist mehr zu erreichen – alles scheint unendlich fern und auch der Antrieb fehlt mir, ich erlebe ein Gefühl der Sinnlosigkeit. Das Leben ist nicht lebenswert und ich klammere mich verzeweifelnd an die Überreste der Sturmphase, für gewöhnlich ist die Dauer dieser Phase fast exakt so lang wie die Dauer der Sturmphase. Allerdings endet sie nicht wie die Sturmphase in einem bestialischen Höhepunkt, in dem ich mir sogar Demigott gleiche Kräfte zurrechnen würde, nein sie klingt still und heimlich langsam aber stätig ab und geht zurück in die Phase der Vorfreude. Dieser Algorithmus würde mein komplettes Leben berechnen, seltsam oder? Die Erkenntnis ist bitter und doch sollte sie Ansätze zur Lösung dieses Problems offenbaren. Einerseits erfreut, andererseits bitter. Mal sehen was ich aus diesem Resultat folgere und ob ich daraus eine Lehre für mich selbst, aus mir selbst ziehen kann. Therapiestunde für mich selbst vorrerst beendet. Akten geschlossen.

 

Ich hoffe das ich demnächst mal wieder zu etwas mehr Gesellschaftskritik komme, da sich das Ganze hier langsam zu einem bizzarren Tagebuch verformt.

 

so long

kj ~

Mahnmal an mich selbst…

15 November 2009 - Hinterlasse eine Antwort

war der versuch mitm handy zu bloggen der aber nicht gespeichert hat

Lieben lernen & die innere Leere

5 November 2009 - Hinterlasse eine Antwort

Clicheehaft müßte dieser Eintrag mit „Liebes Tagebuch“ anfangen,

ich addressiere das Ganze wohl eher an: Liebe Chronik des Leides und der Freud, des Lebens und des Todes, des Hier und Jetzt, der Vergangenheit und der Zukunft. Ich habe lieben gelernt, es war keine Liebe auf den ersten Blick, noch war es dieses tiefere innere Verständniss… nichts von all diesen klassischen Requisiten die in jedem guten Drama vorkommen. Nein ich habe mich nicht verliebt, ich habe lieben gelernt. Basis all diesem ist nicht blinde Tollheit aufeinander, noch sexuellkörperlich-orientierte Geilheit. Nein es ist einfach – wie in Pulp Fiction beschrieben – dieses angenehme Schweigen das man haben kann wenn man weiß man hat jemand ganz besonderen gefunden. Es ist anders als jeher, es ist neu – und ich weiss nicht ob ich es gut heißen soll. Ich bin in den letzten Jahren zu skeptisch geworden was Liebe, Freud, Eigenheit oder gar einfach Zweisamkeit angeht. Sie macht mich glücklich, ihr Umfeld nicht. Das ganze ist ein einziges Debakel – und vieleicht ist es nur mein bizarrer Hang zum morbiden Drama der sich, mich an dieser Situation ergözen lässt. Die Zeit wird zeigen ob ich verletzt werde oder „glücklich“. Doch jene drängt mit Verpflichtungen die ich nicht möchte… naja so long, zumindest zu diesem Thema.

Trotz dieser Situation verspühre ich eine tiefe Innere leere, jedesmal wenn ich alleine bin. Ich habe das Verlangen mich zu betäuben, zu rennen, mich selbst zum schweigen zu bringen. Ich bin Auto-Aggresiv auf eine Weise die nicht zu mir passt. Alles was narkotisiert, betäubt, lähmt zieht mich an, ich begehere diesen Zustand der mir die Zeit stiehlt, mein leben ist „kontraktiv“ zum Leben, es zieht mich in mich selbst. So bizarr das jetzt klingen mag – es ist war. Ich betreibe wiede r Realtitätsflucht, mein „Authismus“ kommt wieder zum vorschein – bis zu dem Moment wo ich oben gennante Person sehe. Es muss einen Schlüsselreiz gegeben haben der dies wieder auslöste aber ich finde ihn nicht. I am drowning in emotional void um aus meinem zuletzt geschriebenen Lied zu zitieren. Ich brauche Freiheit und suche die Einsamkeit und doch möchte ich nicht Einsam sein und irgendwie scheine ich Freiheit mit Einsamkeit gleichzusetzen obwohl hier keinerlei Zusammenhang in meinem logischen Denken besteht. Ich vermisse meine „beste Freundinn“ oder wie auch immer man sie nennen möge, mit ihr habe ich Freiheit erlebt. Gelebte erlebte nie erreichbare Freiheit. ARGH. Meine neurologische Vernetzung gleicht gerade einem Knoten und in mir herrscht emotionales Chaos.

Non-existent. God. Damn. It.

wieder einmal herrscht ein song der situation vor…

You stole my pure intentions
You are the sickness in between
You taught me to be sad as you
You almost made me take it all
You bend me and you shake me
You beg me then you break me
You made me feel like a sinner
Now you fear you’ll die alone
Let me in, I’ll bury the pain

The sickness that you are
A plague that made me starve
Do you think you can show me
How I come this far?

so long kj~

So lasst uns etwas Zeit verlieren…

27 Oktober 2009 - Hinterlasse eine Antwort

… den es fließt noch Blut

& strömt noch Geist.

 

. . . nicht viel, aber viel sagend.

. . . wenn das Leben am Ende steht, schließt sich der Kreis – Tue ich das Richtige? Gibt es Richtig? Ich glaube nicht.

Winter…

27 Oktober 2009 - Hinterlasse eine Antwort

Der Schnee er wird bald fallen,

noch ist nichts gefroren doch kalt,

dies ist meines Leben’s Winterzeit

das Grau es geleitet meinen Tag

ohne Hoffnungsschimmer, keine Farben

nur die Sehnsucht die mich plagt,

nach Freiheit, nach Leben,

könnt ich nur den Sommer wieder leben,

jetzt in meines Lebens Winterzeit

… und ohne Hoffnung im Schnee begraben.

The beauty of live and eternal war…

22 August 2009 - Hinterlasse eine Antwort

Leben ist Krieg.

Kampf, bis zum Sieg.

Vivere militare est.

Ich bin verloren in einem Irrgarten der Paradoxie, ich wandle auf einem schmalen Pfad durch jenen dunklen Wald der das Leben darstellt. Alleine, doch nicht Einsam. Ein Leben das mir geschenkt wurde und das ich nicht verschwenden darf und trotz allem sehe ich zur Zeit keinen Grund dies nicht zu tun. Verschwenden. Sterben. Für einen sinnlosen Kampf mit mir selbst der wohl nie enden wird. Mein Leben ist jeden Tag aufs neue ein Kampf, kein ersichtlicher… er tobt tief in mir und zerstört, verschwendet, vernichtet. Alles was ich je getan habe und jemals tun werde wird nie von bedeutung sein. Aus all meinen Werken kann für andere kein tieferer Sinn gezogen werden. Ich bin autodidaktisch in einem Kreis aus dem effektiv nie neues Wissen ensteht nur Standpunkte und Perspektiven geändert werden. Alte Thesen vernichtet und im selben Atemzug selbe These wieder aufgestellt wird. Eine ewige Selbstunzufriedenheit. Der Kampf mit mir selbst.

unverständlich.

wunderschön.

zerstörerisch.

. . .

es gibt nicht viel zu sagen.

es gibt nichts zu sagen.

und doch so viel.

Ich weiss nicht mehr wo das Leben anfängt und wo es endet. Wieso? Wofür? Es gibt keinen Morgen, doch geht die Sonne morgen wieder auf. Es ist ein Kreis und doch hat es Anfang und Ende doch sind sie unersichtlich. Hach ja…

traurig.

so long kj

#110419 [Logged in]

Man mag sich um den Titel wundern, naja, Willkommen in einer Welt in der weder Name noch Charakteristik Bedeutung haben. Ich schreibe heute um Städte zu errichten und Nationen zu bevölkern, einzig in euren Köpfen, ein Pseudoutopisches Konstrukt das ich vor euren Augen errichte und einreißen werde. Willkommen in der Apokalypse.

Augen auf! … Langsam realisierst du das du geschlafen hast, es fangen erste Gedanken an sich zu manifestieren. Was mache ich hier. Langsam aber sicher wird der Körper wahrgenommen, der erste Schritt des morgentlichen Erwachens. Noch wirr sortierst du alles in deinem Kopf, alles wird systematisch abgearbeitet. „Was habe ich gestern getan, was ist heute zu tun„. Während der Verstand langsam hochfährt sind die Gliedmassen schon wieder relativ mobil und es folgt der Griff zur Zigarettenschachtel. Noch unterbewusst ist der erste Tagespunkt die Selbstzerstörung. Das Zischen des Feuerzeuges, der erste Zug, eine neue Welt. Langsam ist auch der Verstand wieder gegenwertig. Der zweite Zug, „Scheiße, wieder ein Tag“ rasst durch den Kopf. Die simple Umschreibung für die noch bevorstehenden unangenehmen, aber doch nicht ausschlagebenden Details des Tages. Ein weiterer Zug an der Zigarette, ein Zurückfallen in den noch warmen Polster, ein kurzes Genießen des Lebens bevor die Realität anfängt, fünf, sechs, sieben Züge. Die Zigarette erlischt im Aschenbecher. Ein erster Schritt aus dem Bett, der Moment in dem realisiert wird, dass der Körper, anders als geglaubt, doch noch nicht voll mobil ist.

Der schleppende Weg zur Kaffeemaschine beginnt, es vergehen wenige Sekunden die wie Stunden wirken. Dann endlich steigt der Geruch von frisch gebrühten Kaffee in die Nase. Erste Momente der Freude und doch nur ein weiterer Schritt zur Selbstzerstörung.

Eine weitere Zigarette, dumpfe Musik deren Aussage noch nicht gänzlich wahrgenommen wird und der Kaffee. Der Tag hat endgültig begonnen und es gibt keinen Weg zurück. Der Gang ins Bad ist triest und drückt die Stimmung ebenso der Blick in den Spiegel. Haargenau in dem Moment in dem deine Augen die deines Spiegelbildes kreuzen schießt eine Frage durch den Verstand. „Wer bin ich?“. Es gibt keine Antwort, es gibt eine Zahl #110419. Identität, Kennung, Leben, Tod. Eine Zahl. Das Leben in der grauen Masse. Kurze Resignation. Diese Monotonie, diese ewige Routine. Wofür? Während ich mich Alltagstauglich mache hämmert diese Frage in meinem Kopf. Pocht tief in jeder Ader, frisst sich durch alle Synapsen.

Kurzschluss. Adrenalin. In diesem Moment ziehe ich den Rasierer, den ich gerade in Händen halte, quer über meinen noch freien Oberkörper. Der Ausstoß meiner Nebenniere, ein unermessliches Maß an Adrenalin überdeckt den Schmerz. Die blinde Raserei packt mich. Wut, Hass, Trauer überdecken jegliche andere Gefühlregung. Die Logik stirbt einen tragischen Tod und wird mitsamt all dem was an rationalem Denken existiert begraben. Getrieben von jenem Affekt öffne ich die Türe. Ich sehe meinen Nachbarn. Er sieht mich. Ich sehe die Angst in seinen Augen, diesen starren Blick. Mein bereits von Blut getränkter Körper stürtz in seine Richtung, der Schock lässt ihm keinen Bewegungsfreiraum. Für ihn offensichtlich eine Ewigkeit, für mich nur wenige Herzschläge. Ich lande hart mit den Knien auf seinem Beckenknochen und lasse seinen Kopf augenblicklich durch meine Hände auf den harten, gefließten Boden im Stiegenhaus einschlagen. Immer und immer wieder schlägt er auf. Blinde Wut treibt mich. Letztenendes platzt ihm der Kopf. Der Moment in dem langsam der Verstand wiederkehrt. Der Geruch von frischem Blut füllt das gesamte Stiegenhaus. Der Geschmack von Eisen liegt auf der Zunge. Keine Agression, keine Wut, kein Hass, keine Trauer. Die Kathasaris war erfolgreich, das Ausleben jener Wut hat dich geläutert. Du kehrst ins Bad zurück. Der Nachbar bleibt liegen in einer Lache aus Blut und das was einst Hirn darstellte. Du duscht. Du verbindest deine Schnittwunde. Du fährst zur Arbeit. Du bist #110419. Du hast zu arbeiten.

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Wieso ich diesen Text geschrieben habe?

Nennt es Gesellschaftskritik oder morbide Fantasie. Das überlasse ich euch …

Als letzte Anmerkung zu oben Geschriebenem möchte ich noch erwähnen das der Perspektivenwechsel kein literarischer Fehler war, sondern durchaus gewollt. Er hat durchaus Relation zu dem Text.

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Von draußen greift der junge Herbst wieder nach den einsamen Herzen
Hebt nun eure Gläser, lacht und spürt wieder der Sehnsucht Schmerzen
Denn solange Wunden pochen, Narben unsre Seele zieren
Fließt noch Blut und strömt noch Geist, so lasst uns etwas Zeit verlieren

Um zur „Realität“ zurück zu kehren…. Der rezitierte Nocte Obducta Text beschreibt meine Situation zur Zeit. Ich bin einfach gerade dabei „Zeit zu verlieren“ … aber ja … mal sehen wo mich das leben hintreibt …

so long kj~

Raindrops running trough my veins

vorbei fliegt die Zeit, die Welt zieht uns fort

doch sehnt sich das Herz nach kein anderem Ort.

Heimdalls Wacht – Threnos

Ich brauche halt. Ich versteh nicht wieso, aber ich brauche gerade Halt. Und das von mir, nachdem meine Auffassung von Menschen die Halt suchen eher schwächlich war.

Das Individuum sollte „Stand-Alone“ sein, um ein bisschen Anglizismus walten zu lassen, es sollte nicht psychisch Abhängig von einer Zweitperson sein. Abhängigkeit ist stehts negativ und als schwäche des Geistes zu werten. Wieso also bräuchte ich gerade jemanden der mir einfach ein bisschen Halt und Nähe gibt?

Ist es ein Flashback als Reaktion auf meine schnelle Lebensart ohne jegliche feste Bindung? Es scheint so, jede Nacht verfolgen mich die selben Träume, Träume in denen jene Personen vorkommen die mir jemals halt gaben, doch nie effektiv war genommen bis zu eben jenem Moment. Die Ernüchterung aus einem endlos zu schneinendem Rausch, das Aufprallen nach einer rasanten Fahrt ohne Rücksichtsnahme gerade aus, ein Flashback von 1000 Drogen. Obwohl ich im Moment eigentlich glücklich bin hat mich etwas eingeholt das oben genanntem ähnelt. Eine Subkognitive Unzufriedenheit ist ins Licht getretten und wirkt nun schwer drückend. Ich bins leid. Was im genauen? Ich kann es nicht sagen aber mein Zynikerherz könnte doch nie zufrieden sein. Irgendetwas findet sich immer unter dem ich leiden kann, fast schon magisch, nahezug magnetisch wird dieser innere Masochismus immer wieder angezogen. So sehr ich auch predige das man mit [sic!] Nichts zufrieden sein sollte, fällt es mir auch schwer dies zu praktizieren. Es gelingt mir auch größtenteils doch von Zeit zu Zeit stolpert mein Verstand über ein Detail das mich unglücklich macht. Eines das sich vorher wochen/monate/jahrelang durch mein Unterbewusstsein frisst und dort wütet, unwissentlich das es dort ist lebt man dahin und es zerstört mehr und mehr die Gefühlswelt die tief in jedem Menschen verborgen liegt. Ich erstarre zu einem kalten emotionlosen Monster das an den letzten wenigen Persönlichkeitsvariablen fest hält. Getrieben von Nichts ins Nichts auf der vergeblichen Suche nach irgendetwas, dass das Leben lebenwert macht. Ich suche nach mehr als dem Tod. Nach mehr als Party, nach mehr als diesem kurzen Funkeln in einem Auge beim vorbei gehen mit dem das ganze Schicksal der Person schon besiegelt ist, nach mehr als Stagnation. Nach leben!

Ich werfe mir selbst zu viele Fragen auf… das wurde mir bereits tausende male gesagt, ich sollte nicht alles im Leben hinterfragen, hinter nichts einen tieferen Sinn vermuten und doch neige ich zu stark dazu. Ich bin keine 1000 Jahre zu spät gebohren, eher 1000 jahre zu früh in eine Gesellschaft die keinen Wert auf irgendetwas legt das für mich von Bedeutung ist. Wie ich auf die Schätzung komme das ich zu früh gebohren bin? Die letzten 2000 Jahre Menschheitsgeschichte sind von Dekadenz und materieller Habsucht beherrscht, wenigstens die Zukunft kann ich mir utopisch erträumen, wenn auch stillwissentlich das dies nur ein Traum bleiben wird. Tiere bleiben Tiere. Materie kann sich nicht ohne fremde Krafteinwirkung ändern, Selektion kann nicht ohne Mischung statt finden, bizarr aber wahr.

’s leben is schön…

hach ja…

so long ~kj

Wünsche und Träume – [Sinnlosigkeiten seltsamen Geistes enstprungen]

Als er den ersten Wirbel geschlagen,
Da hat’s das Blut vom Herzen getragen.

- Totentanzlied aus Flandern

So wo fangen wir an, naja ich stand vorher im Bad und hatte einen etwas paradoxen Gedankengang, diese zwei Schlagwörter haben jetzt einige Fragen aufgeworfen.

Wieso treiben uns Wünsche und Träume, Setzten sie Persönlichkeitsvariablen? Zeichnet das Individium an sich zu einem Großteil seine Wünsche und Träume aus? Liegt es in unserer Natur, jenes Was-Wäre-Wenn-Gejage?

Reflexsiv gesehen, habe ich darüber nachgedacht das ich eigentlich kaum Wünsche, ein irgendwie ernüchterndes Resümee. Allerdings Träume, fällt dadurch eine Variable weg oder ist es ein Wechselspiel zwischen beiden?

Naja ich drifte ab, ich möchte hierzumal anmerken … o_O ich möcht nicht wissen was ich mir denk wenn ich das ein andermal wieder lese …

Nun denn, weiter im Text. Mit was-wäre-wenn möchte ich jetzt auf keinen Fall fortzsetzen da dies ins unermässliche gehen würde. Nun denn, den Sektor „Wunschdenken“ möchte ich im aktuellen Zustand nicht anschneiden – ich wollte diesen Gedanken nur festhalten um ihn in einem anderen Moment aus der Luft zu greifen und zu verstricken…

es regnet, es ist kalt, ein einziges blatt das sich mit dem tropfen gen’ erde bewegt, es fällt wie jede hoffnung, es fällt wie die tränen, es fällt – in der gewissheit dem verfall zu begnen. so fällt das letzte blatt im wind, um nie mehr aufzustehen. es folgt dem verfall, zerfall, dem ende. leis wiegt der wind den baum zu’m schlafe, in ewiger trauer um eine weitere tochter die dem verfall folgte.

Es brechen im momente zu viele zerfallene paradoxe Gedankenansätze. Die Widersprüchlichkeit im selben Atemzug wie die These. Philosophische Bulimie, Impressionen werden sinnzerkaut literarisch erbochen.

Der Ansatz jeglicher Philosophie, seine Umwelt „auffressen“ um sie in eigenen Worten zu erbrechen. Den freien Geist mit Ideen füttern, den schwachen Geist eigene Ideale aneeignen.

hach je lieber is mir von sekunde zu sekunde ist meine gedanken niederzuschreiben, ganz einfach wie sie fließen, desto mehr wird mir klar das dieser post auf nichts sinnvolles hinauslaufen wird. ich glaube das niemand ausser mir selbst aus diesem text irgendwas ziehen könnte. doch ist es im moment sehr befreiend dies zu tun, da das irgendwie meinen derzeitigen persönlichen stress absorbiert.

ich bin innerlich am brechen.

keiner siehts.

keiner solls sehen.

traurig aber wahr.

und morgen sieht die welt ganz anders aus.

wie jeder morgen.

alles ist anders.

veränderung ist alles.

und doch, ist es nur ein ewiger kreis.

leben.

träumen.

wünschen.

sterben.

morgen sieht die welt anders aus.

so long ~kj