Semper Simplex

Das Leben hat mich gefressen,

so schnell es auch war, so schnell hat es mich überholt. Man könnte rückführend auf den Eintrag unter diesem verweisen. Aber ich mache das nicht, die Tatsache das sich die Zeit potenziell zum Älter werden verhält liegt für mich inzwischen auf der Hand – ich könnte hier auch ein “Circazitat” von Woods of Infinity zum besten geben – aber von dem sehe ich vorerst einmal ab.

Ich bin wieder einmal hier um Schlüße zu ziehen, nachdem 2011 ein ereignisreiches Jahr war, in dem ich wie immer kaum Zeit zum Schreiben hatte…

Ich muss sagen ich könnte dieses Jahr nicht in Worte fassen, ich versuche es hier mit aber es wird mir nicht gelingen.

Sturm & Drang, Freiheit, Leben, Empfinden, Liebe, Sorglos, Frei, Endgültigkeit, Euphorie… alles was ich mir gewünscht habe, doch mit dem Herbst kam wie jedes Jahr der Einbruch und ich habe alles – wirklich alles was mir dieses Leben schenkte verhönt und stehe jetzt wie so oft gebrochen vor mir selbst. Mein dummer Stolz, mein ewiger Sadismus, mein ständiges Verlangen nach Rache. All das hat mich wieder zurück geworfen an genau jenem Punkt wo ich auch letztes Jahr stand um diese Zeit. Der ewige Kreis schließt sich, Stagnation? – Nein, sonst wäre dieses Jahr nicht so unglaublich gut verlaufen, aber es ist wie ein Grande Finale vor etwas Neuem. Zur Zeit allerdings wirkt das “Neue” für mich sehr repressiv, ich ertrinke in Arbeit und Existenzängsten ungewohnter Natur. Meine Seele die eben noch so frei, ertrinkt in etwas Dunklem. Natürlich heisst Neubeginn immer auch Destruktion, Apokalypse, Reset – denn nur in dem Trümmern des Alten kann das Neue erwachsen – aber dieses Mal bin ich mir nicht sicher wohin mich mein Leben führen wird. Werde ich von der Routine aufgesogen? Wird mich das “normale Leben” das ich stehts so verabscheute letztenendes doch noch Kriegen? Wieso überhaupt diese Ängste? Das ist immer wieder die Frage, die auch auf den schmerzlichen Verlust meiner Lebensabschnittspartnerinn [sic!] die mit mir durch dieses Leben voller Wahnsinn und Freiheit “trieb”, ein Leben in dem Wünsche und Ziele klar definiert waren – aber der Weg immer diffus und voller Überraschungen. keine Antriebslosigkeit aber trotzdem kein Zwang; Ehrgeiz und Liebe. Hach what. ever. Sie fehlt mir…

Ich habe mein Glas auf 2012 – mögest du den Umschwung bringen; mich nicht vom Leben trennen – mich es neu erfinden lassen.

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