Fasching 24 / 7

hmm ein zur zeit stillgelegtes projekt meinerseits: Fasching 24 / 7

Fasching 24/7: Alle Menschen sind Idioten

ein Text für Keinen.

Einteilung

  1. Tod & Der Wunsch danach

  2. Gott, oder all das, was man so nennen kann.

  3. Gesellschaftsbild der Neuzeit

  4. Idealismus und anderen Dummheiten

  5. Musik für den Weltuntergang

  6. Finales Resümee – Idioten.

Tod & Der Wunsch danach.

21.12.2006 – 01:51 – aus den Kopfhörern ziehen sich langsam und zäh die dunklen, dumpfen Töne von Nocte Obducta – Atme, ich habe endlich damit begonnen mein Gedankenwerk nieder zuschreiben, ein schriftliches Abbild meiner Werte und Wertvorstellungen, aber doch fehlt mir Kraft und Lust dies zu tun – Halt – hier steigen wir in diese paradoxe Welt ein, in ein Universum der Widersprüchlichkeiten, meine Gedankenwelt. Obwohl sich Tag ein Tag aus meine Lage „verschlimmert“ fehlen mir Kraft, Wille, Lust und Antrieb diese zu verändern.

Die selbe abstumpfende Routine, jeden Tag aufs neue – ohne neues – langweile und innere Leere (übrigens oft Auslöser für Depressionen und para-suizides Verhalten), doch unternehme ich nichts dagegen, wie die meisten „Jugendlichen“ bin ich faul – zumindest hat es den Anschein.

Allerdings ist es den meisten Menschen nicht bewusst, dass dies ein absolut natürlicher Trieb ist, der Mensch ist Träge bis eine größere Bedrohung auf ihn zukommt und er -gezwungen- ist sich dieser zu stellen oder die Flucht zu ergreifen. Trotz meiner abstumpfenden Routine gibt es etwas das sich tatsächlich täglich immer weiter dem Schlechteren nähert, seit dem Tag an dem ich das eigenständige Denken erlernt habe: mein Bild von der Menschheit. Je mehr ich dahin resigniere und darüber nachdenke, je öfter ich versuche Logik (Logik – lächerlich, die Natur ist Chaos) hinter dem zu sehen was der Mensch tut desto öfter werde ich vor Fragen ohne eindeutige Antwort gestellt.

Eines der für mich größten Mysterien der Menschheit ist das was allgemein hin als „glücklich sein“ definiert wird, wir alle haben dieses Bild – von wer weiß wo überall – in den Kopf gebrannt bekommen, Finde den perfekten Partner, er wird dich glücklich machen – verdiene viel Geld, es wird dich glücklich machen, tu was dir Spaß macht, es wird dich glücklich machen – letzteres mag paradox erscheinen, doch gehen wir hier vom aktuellen Gesellschaftsbild aus nicht von einer Gesellschaft die auf Anarchie basiert; doch fragt man die Menschen ob sie glücklich sind so antworten sie – wenn sie ehrlich antworten – mit Nein. Wieso ist das so? Offensichtlich ist das was aus Glück definiert wird eine ewige Hetzt jagt nach etwas das man nie erreichen kann und was ist wohl deprimierender als ein Ziel vor Augen das man nie erreichen kann ? Die Medien geben uns dieses perfekte Bild Tag für Tag aufs neue, es brennt sich in den Verstand wie Säure – ein Ziel das unerreichbar ist doch erreichbar scheint, um wirklich „glücklich“ zu sein muss man den Ansätzen des Buddhismus folgen, extrem vereinfacht würde ich es so ausdrücken „Freue dich darüber das die Sonne scheint – Freu dich über NICHTS“. Hinzu kommt das von Geburt an eingetrichterte Regelwerk der Schuld das uns von der Wiege bis zu Bare begleitet, Mitleid, Gesellschaftliche Regeln, fremde Werte schränken uns ein, Selbstsucht und Egoismus geben uns Freiheit. Versuch diese Mauern in deinem Kopf nieder zu reißen – versuch es, schaffen wirst du´s ohne hin nicht aber vielleicht kannst du ein Loch reißen – ich habe diese These zum „glücklich sein“ inneren Anarchismus getauft, um alles noch einmal in einen Satz zu fassen: „Denk und Tu was du willst ohne Rücksicht auf andere – Du Selbst bist das Beispiel an Wichtigkeit par excellence“.

Jetzt fragt sich natürlich manch ein Leser was der Name dieses Kapitels mit dem bisherigen Inhalt dieses Textes zu tun hat? Die Antwort auf diese Frage ist einfach, die höchste Form von inneren Anarchismus ist der Tod, ins geheime, vollkommen subtil will jeder Mensch sterben, denn der Tod bedeutet 100% Glücklichsein, sich selbst töten ist 100%iger Egoismus gegenüber anderen.

Der Tod als krönender Abschluss eines Lebens das eine ewige Hetzjagt nach Glück war, hier endet sie und man hat „es“ gefunden – ewige Stille – gedankenleer ….

Doch was hält uns davon ab unser Leben frühzeitig zu beenden? – Die Antwort ist einfach: Die Angst vor dem Unbekannten. Das was dem Menschen schon seit Ewigkeiten angst einflößt und hier haben wir schon den Einschnitt für das nächste „Kapitel“ – Womit versuchen Menschen schon seit jeher das Unbekannte zu erklären ?

Gott, oder all das, was man so nennen kann.

Es ist der 24 Dezember (übrigens ist heute der Tag an dem alle Werte gefeiert werden die für den Niedergang der Menschheit verantwortlich sind), ich bin leicht angeheitert, es ist zeitig am Morgen und ich habe mich entschieden das dieser Moment ideal ist um dieses Thema an zuschneiden. So manch einer fragt sich jetzt wieso, die Antwort ist ganz einfach: Ich könnt kotzen. Gott, Gott, Gott je öfter ich dieses Wort vor mich hin sag desto mehr Assoziation schießen mir durch den Kopf – und alle sind negativ. Gott hat heutzutage (zu) viele Definitionen, meine ist ganz einfach: Gott ist das Manifest der eigenen Interessen, die kognitive Dissonanz für das Nicht-rechtfertigbare. Gott war die erste Rechtfertigung für das, was die Menschen nicht verstanden haben, darin sahen einige Wenige die Möglichkeit Gott als Vorwand zu benutzten um ihre eigene Machtposition zu verstärken. Das war die Geburtsstunde der Religion, ein denkwürdiger Meilenstein im Niedergang der Menschheit. Dieser Moment hat das sterben Milliarden von Menschen besiegelt – ein Regelwerk der „Züchtigungen“ war geboren das Jahrtausende lang die Menschen verfolgen sollte. Nun stellt sich die Frage wie man Millionen, nein Milliarden von Menschen dazu bringt das zu glauben was ein einziger Mensch „von Gott gesagt bekommt“, hier treffen wir wieder auf die Angst, die Angst vor dem Tod, die Angst vor dem Unbekannten. Vor allem das Christentum hat hier eines der besten Konzepte entwickelt um die Angst ins Maximale aus zu reizen: Leide in diesem Leben, dafür bekommst du nach dem Tod ein besseres, diene uns ohne nachzudenken, dann wirst du erlöst. Dem ganzen Folgen natürlich etliche Bestrafungen sollte man dies nicht tun, ich nehme an jedem Leser ist bewusst womit das Christentum droht…

Allein die 10 Gebote – der erste (Teils erfolgreiche) Versuch den Menschen gesellschaftliche Werte ein-zu-bläuen – sind Limitierungen die, die Menschen dazu bringen sollen die natürlichen anarchistischen Triebe zu verleugnen und den „Schwächeren“ eine Überlebenschance zu bieten. Hier lobe ich den Hinduismus, allerdings nicht die Religion im Allgemeinen sondern nur speziell den Grundsatz das jeder für sich selbst verantwortlich ist – purer Egoismus – jeder ist an seinem Schicksal selbst schuld. Würde der Mensch es schaffen sich konkret an diese zwei Grundsätze (nicht an deren Lehren, nur deren Grundsätze) dieser beiden Religionen (Buddhismus und Hinduismus) zu halten so könnte er glücklich sein – „Kümmere dich nicht um das Schicksal anderer – du zählst! – und freue dich über das Alltägliche, deinen Besitzt oder einfach über Nichts“.

Deus ex machina“ – Der Gott aus der Maschine, alles löst sich von selbst, warte ab und glaube, ein offenes Denkverbot das uns die Religion vorlegt (mir ist sehr wohl bewusst das dieser Spruch nicht religiösen Ursprung hat – aber er verdeutlicht doch sehr).

Überhaupt die ganze Vorstellung von Gott als „supernatural Divinty“ – Nonplusultra-Lebewesen ist idiotisch und durch das Allmacht Paradoxon widerlegt ist, es kann keine tatsächliche Allmacht geben. Die Auffassungen von Gott als Metapher für emotionale Werte zeigt nur, dass die Kirche versucht etwas in diese „Gestalt“ – diese vorgegebene Passform genannt Gott zu quetschen das für die meisten Menschen selbst unerklärlich ist – und Gott ist nun mal die einfachste Definition beziehungsweise Antwort für das Unerklärliche.

Davon abgesehen hat dieses Wort auch einen etwas grotesken Platzt in der Umgangssprache gefunden, zahlreiche – meist schon aus Reflex verwendete Phrasen – beziehen sich auf Gott und oft fragt man sich ob man nicht gottfeindliche Ansätze darin sehen kann?! „Oh Gott“ wird zum Beispiel als Phrase genutzt um etwas widerwärtiges, undelikates oder vollkommen abstruses zu beschreiben. Gott als Zeichen für das Unorthodoxe, Abstruse, Bizarre vielleicht sogar das Perverse. Ja diese Definitionen treffen wohl eher zu als die von den Religionen gegebenen.

Finales Resümee zum Thema Gott: „Manifest eigener Interessen – Werkzeug zur Festigung von Macht – ein Verbot zu denken.“

to be continued ~ someday

Eine Antwort

  1. Echt genial muss ich zugeben^^
    freu mich schon auf deinen nächsten post;)

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